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- Reisebericht (34)
- 29.7.2011: Dieser Blog ist umgezogen!
- 12.12.2010: Weihnachtsgrüße
- 6.8.2010: Zum Nationalpark Richtersfeld
- 29.7.2010: Ai-Ais und Fishrivercanyon
- 29.7.2010: Nachtrag zu Goamus
- 28.7.2010: Drei Tage auf Goamus
- 23.7.2010: Entspannung pur im Berghaus
- 20.7.2010: Windhoek Autoservice und ein netter Doktor
- 19.7.2010: Oppieklippe und Abschied der Enkel
- 16.7.2010: Ombili
Reisebericht
Archive für 29.7.2010
Ai-Ais und Fishrivercanyon
29.7.2010 von admin.
Ai-Ais, Wasser im Überfluss und auch noch warm, das ist in dem eher sehr trockenen Süden von Namibia schon etwas ganz Besonderes. Allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz ist das Camp in weiten Teilen sehr gut renoviert und auch die Mitarbeiter sind freundlich und aufmerksam.

65 Grad heiß kommt das Wasser in Ai-Ais aus der Erde. Ganz so heiß ist es dann im Schwimmbad doch nicht, aber immerhin, bei 28 Grad gehe selbst ich freiwillig ins Wasser.
So verbringen wir 2 Tage mit Faulenzen, am Fishriver spazieren und warmen Bädern.
Dann geht es weiter in Richtung Süden, aber nicht ohne noch mal den Fishrivercanyon zu besichtigen.
Der Weg in die Schlucht sieht zumindest von oben sehr halsbrecherisch aus. Man kann hier 80 km amFishriver entlang durch die Schlucht wandern. Das soll aber selbst in der kühlen Jahreszeit nur etwas für trainierte und körperlich sehr fitte Leute sein. Es juckt mich zwar etwas, aber später treffen wir Leute etwa in unserem Alter, die das mit einem halben Jahr Vorbereitung gemacht haben und es sehr anspruchsvoll fanden.
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Nachtrag zu Goamus
29.7.2010 von admin.
Auch wenn unser Bericht über den Zustand des Camps sehr negativ klingen mag, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass man etwas (auch für die Community rund um Goamus) Sinnvolles aus der Farm machen kann. Das setzt allerdings voraus, dass sich die Strukturen ändern (z.B. ein Komitee nur zur Aufsicht). Die Einsicht aller Beteiligten, dass Erfolg das Ergebnis von beharrlicher Arbeit ist und nicht von Komiteetreffen. Dazu gehört auch die Aussicht für die, die tatsächlich beharrlich arbeiten, von dem dann sicher eintretenden Erfolg, am meisten zu profitieren.
Im Gelände und an den Gebäuden sind, seit wir das erste Mal in 1998 dort waren, viele zusätzliche, mit etwas Pflegeaufwand vermeidbare, Schäden eingetreten. Auch sind - zumindest die gut zu findenden - versteinerten Bäume fast vollständig zerstört. Einige der m.E. mindestens mehrere hundert Jahre alten Grabstätten der Buschleute sind ausgeräumt. Ein Teil der geologisch hochinteressanten und vor allem wunderschönen Felsformationen, die über Jahrmillionen entstanden sind, wurden zum Teil schwer beschädigt. Der Müll hat sich in den letzten 12 Jahren, seitdem wir die Farm besuchen, immer weiter vermehrt.
All dies zu beseitigen dürfte Arbeit für 5-10 Leute für mindestens ein Jahr sein. Wenn diese Arbeit erledigt ist, kann man Goamus als Ziel für Touristen sehr empfehlen und langfristig etablieren. In einigen Jahren könnte man dann auch sicher die erhofften Einahmen aus dem Tourismus für die Gemeinde erwirtschaften.
Der sich jetzt abzeichnende Mißerfolg macht mich sehr traurig, zumal ich immer mehr sehe, dass er sich nicht aufhalten läßt. Ich habe den Eindruck, dass es in Gibeon niemanden gibt, der bemerkt, dass mit diesen Schäden auch die Verbindungen zu der Historie dieses Platzes gekappt werden. Sowohl die wohl ursprüngliche Besiedlung durch die Buschleute, der Freiheitskampf der Witboois, die Errichtung der Gebäude durch Opa Ludwig haben auf diesem Platz Spuren hinterlassen, die jetzt zerstört werden. Genau darin liegt aber das Potential von Goamus.
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