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- Reisebericht (34)
- 29.7.2011: Dieser Blog ist umgezogen!
- 12.12.2010: Weihnachtsgrüße
- 6.8.2010: Zum Nationalpark Richtersfeld
- 29.7.2010: Ai-Ais und Fishrivercanyon
- 29.7.2010: Nachtrag zu Goamus
- 28.7.2010: Drei Tage auf Goamus
- 23.7.2010: Entspannung pur im Berghaus
- 20.7.2010: Windhoek Autoservice und ein netter Doktor
- 19.7.2010: Oppieklippe und Abschied der Enkel
- 16.7.2010: Ombili
Reisebericht
Archive für Juli 2010
Ai-Ais und Fishrivercanyon
29.7.2010 von admin.
Ai-Ais, Wasser im Überfluss und auch noch warm, das ist in dem eher sehr trockenen Süden von Namibia schon etwas ganz Besonderes. Allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz ist das Camp in weiten Teilen sehr gut renoviert und auch die Mitarbeiter sind freundlich und aufmerksam.

65 Grad heiß kommt das Wasser in Ai-Ais aus der Erde. Ganz so heiß ist es dann im Schwimmbad doch nicht, aber immerhin, bei 28 Grad gehe selbst ich freiwillig ins Wasser.
So verbringen wir 2 Tage mit Faulenzen, am Fishriver spazieren und warmen Bädern.
Dann geht es weiter in Richtung Süden, aber nicht ohne noch mal den Fishrivercanyon zu besichtigen.
Der Weg in die Schlucht sieht zumindest von oben sehr halsbrecherisch aus. Man kann hier 80 km amFishriver entlang durch die Schlucht wandern. Das soll aber selbst in der kühlen Jahreszeit nur etwas für trainierte und körperlich sehr fitte Leute sein. Es juckt mich zwar etwas, aber später treffen wir Leute etwa in unserem Alter, die das mit einem halben Jahr Vorbereitung gemacht haben und es sehr anspruchsvoll fanden.
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Nachtrag zu Goamus
29.7.2010 von admin.
Auch wenn unser Bericht über den Zustand des Camps sehr negativ klingen mag, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass man etwas (auch für die Community rund um Goamus) Sinnvolles aus der Farm machen kann. Das setzt allerdings voraus, dass sich die Strukturen ändern (z.B. ein Komitee nur zur Aufsicht). Die Einsicht aller Beteiligten, dass Erfolg das Ergebnis von beharrlicher Arbeit ist und nicht von Komiteetreffen. Dazu gehört auch die Aussicht für die, die tatsächlich beharrlich arbeiten, von dem dann sicher eintretenden Erfolg, am meisten zu profitieren.
Im Gelände und an den Gebäuden sind, seit wir das erste Mal in 1998 dort waren, viele zusätzliche, mit etwas Pflegeaufwand vermeidbare, Schäden eingetreten. Auch sind - zumindest die gut zu findenden - versteinerten Bäume fast vollständig zerstört. Einige der m.E. mindestens mehrere hundert Jahre alten Grabstätten der Buschleute sind ausgeräumt. Ein Teil der geologisch hochinteressanten und vor allem wunderschönen Felsformationen, die über Jahrmillionen entstanden sind, wurden zum Teil schwer beschädigt. Der Müll hat sich in den letzten 12 Jahren, seitdem wir die Farm besuchen, immer weiter vermehrt.
All dies zu beseitigen dürfte Arbeit für 5-10 Leute für mindestens ein Jahr sein. Wenn diese Arbeit erledigt ist, kann man Goamus als Ziel für Touristen sehr empfehlen und langfristig etablieren. In einigen Jahren könnte man dann auch sicher die erhofften Einahmen aus dem Tourismus für die Gemeinde erwirtschaften.
Der sich jetzt abzeichnende Mißerfolg macht mich sehr traurig, zumal ich immer mehr sehe, dass er sich nicht aufhalten läßt. Ich habe den Eindruck, dass es in Gibeon niemanden gibt, der bemerkt, dass mit diesen Schäden auch die Verbindungen zu der Historie dieses Platzes gekappt werden. Sowohl die wohl ursprüngliche Besiedlung durch die Buschleute, der Freiheitskampf der Witboois, die Errichtung der Gebäude durch Opa Ludwig haben auf diesem Platz Spuren hinterlassen, die jetzt zerstört werden. Genau darin liegt aber das Potential von Goamus.
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Drei Tage auf Goamus
28.7.2010 von Helga.
Das Camp hat jetzt ein “Gate”, bestehend aus ein bisschen Draht und zwei Stangen. Aber es erfüllt seinen Zweck und hält Kühe und Bokkies von der Campsite fern, so dass nur die alten Haufen noch rumliegen.
Offensichtlich ist in der Zwischenzeit (seit September 2009) kein anderer Camper hier gewesen. Der Platz wirkt eher ungepflegt, eine Sickergrube ist eingebrochen, die Ablutionblocks werden nicht gewartet, es tropft, sickert und sprudelt aus verschiedenen Lötstellen. Die herumfliegenden Plastikflaschen und Cooldrink-Dosen, die beim letzten Mal noch nicht da waren, stammen wohl eher von den Tagungen des Komitees.
Ich beseitige die Vogelkacke vom Waschbecken und aus dem Vorraum zu Klo und Dusche. Es ist leider doch, wie wir befürchtet haben: niemand kümmert sich wirklich.
Jackie alleine wird das aber auch nicht schaffen können, was zu tun ist: Bäume beschneiden, das tote Holz, was in Massen herum liegt, z.B. zu Feuerhol verarbeiten, Gras mähen, und nicht zuletzt den Teich und die Quelle in Ordnung bringen. Die Wasserleitungen müssen alle nochmal neu gelötet werden, die Donkeys müssen richtig angeschlossen werden (Kaltwasserzulauf unten, Heißwasserauslauf oben) und die Sickergruben müssen richtig angelegt werden und nicht nur Loch und Wellblech darüber!
Jackie überreicht uns zwar ein Schlüsselbund (und am nächsten Tag etwas kleinlaut eine Sprühdose Lufterfrischer fürs Klo…….), aber nur wenige Schlüssel passen tatsächlich auf die Türen.
Klaus bringt das Wasser zum Laufen, irgendwie geht es aber direkt an unserem Platz nur am Kaltwasserhahn, aufs Klo und zum Duschen gehen wir Richtung Wassertank. Klaus bringt den Donkey dort zum Laufen, und die Goamuswüstendusche ist wieder bereit.
Und das Pfund, mit dem man wuchern könnte, wie die alten Farmanlagen, wie die Teiche oben und unten, die Schafdippe, alles verfällt oder wird, wie der obere Teich so zerstört, dass binne kurzem die hohe Schilfwand völlig trocken stehen wird. Die Fische sind schon jetzt verschwunden, denn aus der unteren Dammmauer wurden große Steine entfernt, so dass das Wasser, das nicht direkt in den Tank geführt wird, einfach so weg läuft und der Teich in der Zeit seit unserem letzten Besuch fast völlig leerläuft.
Auch unten am Farmhaus geht der Verfall zügig weiter. Das Haus steht offenbar permanent offen, die Badewanne ist wieder mit Schutt gefüllt, die Toilette so funktionsunfähig gemacht, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Oben am Windrad läuft dieses noch, aber der Absperrhahn ist noch immer nicht repariert worden, und damit nichts überläuft, ist der zweite Ablauf auch noch aufgemacht, und so läuft das Wasser einfach so raus aus “meinem Pool”, der nur noch zu einem Drittel gefüllt ist.
So richten wir uns ein, nur wenige Tage zu bleiben, und fahren auch nach drei Nächten wieder ab.
Jackie kommt ab und zu mit den Kindern, meist zum Frühstück. Die Kinder spielen herrlich in dem Gelände. Mit Verblüffung stelle ich fest, dass auch hier ein längerer Stock (Rudolf nimmt den campeigenen Schrubber) ausreicht, um ein Pferd zu haben. In Ermangelung eines zweiten Stocks bekommt Mila von Klaus seinen heißgeliebten Allzweckstock, der vor allem beim Lagerfeuer wichtige Aufgaben hat. Er befestigt ihr als Pferdekopf den Handfeger daran, und sie ist selig. Aus den Reklamebeilagen der AZ werden Masken, die die Kinder sehr gruseln/begeistern, und Schiffchen und Hüte.
Jacquoline bringt die Sprache auf die Frage nach angemessener Bezahlung von Campinggebühren und sagt, dass das Kommitee an 100 NamDollar/Nacht gedacht habe. Glücklicherweise habe ich ja Trummis Liste dabei, und lese/übersetze ihr einige Beschreibungen von Camps und die dort verlangten Preise. Auch erzähle ich ihr von Isreal, der das Erongo Plateau Camp managt, und welche Aufgaben er dort hat. Dass man dort jederzeit kommen könne, alles sauber ist, nicht erst aufgeräumt und gesäubert werden muss. Jackie erscheint nachdenklich. Klaus erzählt sie, dass es Ärger gegeben habe, nachdem wir das letzte Mal abgereist sind, weil wir nichts bezahlt hatten (da war ja noch weniger fertig als jetzt!). Er gibt ihr bei der Abreise 450 NamDollar für 9x campen, sie trägt es in das dicke, leere Buch ein, das für das Camp angelegt wurde.
Klaus betätigt sich als Gasflaschenflüsterer, allerdings mit fragwürdigem Erfolg. Ich habe Kaffeewasser aufgestellt, da Jackie gekommen ist. Klaus ist mit dem, was aus der frisch aufgefüllten 3 kg Gasflasche herauskommt, nicht zufrieden, und schraubt bei laufendem Betrieb an einer Schraube herum, die man wohl doch nicht anrühren sollte. Es tut einen seeehr harschen Blopp, das Gas strömt, sichtlich und vor allem hörbar befreit, mit einer Riesenflamme, da ja vom Auffüllen vom Vortag gut Druck drauf ist, aus. Das Ganze spielt sich erstmal dicht am Auto ab, an dem hinten ein gefüllter Benzinkanister (20 Liter) hängt. Ich schreie, weil Klaus immer wieder dicht an die brennende Gasflasche gehen will (ich denke, er will die Schraube wieder festdrehen), aber er will die Flasche irgendwie vom Auto wegkriegen… Ich denke gar nicht an das Auto, sondern an Klaus, und dass die Flasche bestimmt gleich richtig explodiert und dann scharfe Eisenteile rumfliegen und ihn schwer verletzen. Endlich findet er den Schlüssel und fährt das Auto ein Stück weg, während ich mit der Leiter vom Dachzelt schrittweise mitgehe. Die Sch…flasche brennt immer noch unendlich laut und mit Riesenflammen, ich muss Jackie und die Kinder ein bisschen wegscheuchen, und weiter schreien, damit Klaus nicht dran geht.
Dann ein tut es einen ohrenbetäubender Knall… die Flasche explodiert tasächlich..die Kinder schreien, Rudolf ist voller Angst weggelaufen. Zum Glück ist die Flasche nicht auseinander geflogen, sondern hat “nur” einen Riss. Klaus löscht die entstandenen Glutnester, das brennende Handtuch geht auch aus.
Rudolf erbt von Klaus den neuen Lederhut, der jetzt einen etwas deformierten Rand hat, Ohm Kassie den Stuhl, den wir sowieso weggeben wollten (der Knall war bis zu seinem Platz (immerhin 4km) zu hören), ob der positven Auswirkungen beruhigen sich die Gemüter wieder.
Am nächsten Morgen gibt’s keinen Kaffee, da auch der Brenner hin ist, das ist wohl am schwersten zu ertragen…!!!
Aber es gibt auch Positives. Ich kriege nach erneutem Seifenbad und feste dran drücken endlich den Dorn aus meiner Ferse, den ich dort seit dem ersten Tag im Berghaus stecken hatte. Das ist schon ein ziemliches Kaliber, was ich da rausziehe, und es tat ziemlich weh, da er senkrecht drin steckte. Nun heilt die Stelle schnell ab und ich kann meine Buschtreter endlich wieder richtig anziehen.
Die Abfahrt fällt uns dieses Mal nicht schwer, Klaus erzählt mir hinterher, dass er in den Nächten dort nicht gut geschlafen habe, da er fürchtete, in Auseinandersetzungen der verschiedenen Interessengruppen, die um Goamus rangeln, hineingezogen zu werden. So schnell werden wir wohl nicht wieder hinfahren.
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Entspannung pur im Berghaus
23.7.2010 von admin.
Gar nichts machen müssen, rumlaufen oder nicht, ein dickeres Buch an einem Tag komplett lesen……alles das ist im Berghaus möglich. So genießen wir die 5 Tage, die wir gebucht haben. Einzig ein Ausflug nach Solitäre, um dort den Apfelkuchen zu essen, unterbricht die Entspannung.
Helga rammt sich leider einen dicken Dorn, der sich nicht entfernen läßt, in die Ferse und kann daher, selbst wenn sie anders wollte, nur eingeschränkt bewegen.
Nur in dieser Ruhe benerkt man auch die “kleinen” Wunder wie diese Gottesanbeterin.
Erfolgreich wirken sich Ruhe und Entspannung auch auf Hefepilze aus. So kann ich ein wunderbar gelungenes Topfbrot herstellen.
Erst am letzten Tag entschliessen wir uns zu einer Rundfahrt durch das Gelände und versuchen die Rundtour, die wir beim letzten Mal mit dem Landy nicht beenden konnten, nun mit dem Nissan erneut.
Kaum sichtbar ist die Fahrspur, der wir folgen.
Am Wege ein velassener Stollen, in dem nach Gold oder Diamaten gesucht wurde????
Erst im Nachhinein, beim Ansehen des Fotos, das auf dem Fotoapperat nur dunkel war, sehe ich, dass es doch nur die Hütte eines alten Viehpostens ist.
Am Ende schaffen wir diesmal die gesamte Rundtour. Zur Ehrenrettung des Landy’s muss aber noch erwähnt werden, dass an der Stelle, an der wir beim letztenMale umgekehrt sind, sich der Nissan im Vorteil befand, weil wir aus der Gegenrichtung kamen und es es abwärts ging.
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Windhoek Autoservice und ein netter Doktor
20.7.2010 von admin.
Die erste Nacht ohne Kinder verbringen wir in der Pension Moni. Unerwartet hat das den Vorteil, ganz nahe bei der Nissanwerkstatt zu sein. Am Morgen dann um 7.00 aufstehen, 1 Tasse Kaffee, dann ab in die Werkstatt. Ich ergänze den Serviceauftrag noch um die Reparatur der Tankanzeige und bin eine viertel Stunde später zurück in der Pension Moni.
Nach dem Frühstück geht es in die Stadt. Ich versuche, in der Apotheke Antibotika (für ein kapitales Furunkel) zu bekommen. Aber der Apotheker lässt nicht mit sich reden (O-Ton Helga “Ein Glück…) und gibt uns die Adresse eines Doktors im katholischen Krankenhaus. Also dahin, und nach einer halben Stunde Warten sehen wir den Doktor. Eine ganz andere Medizin tut sich auf. So verlassen wir den Doktor (Honorar 420 N$) mit einem umfangreichen Rezept (1300 N$), unter anderem auch Amoxicillin. Aber vorbeugend gibt’s auch Probiotik, Dynamisan und was zum Ausgleich des Säurehaushaltes. Also wenn’s denn hilft…..
Am Nachmittag dann Anruf der Werkstatt, die Sensorunit für die Tankanzeige kostet ohne Einbau 2500 N$. Ob sie es denn trotzdem machen sollen? Natürlich sollen sie! Zu meiner grossen Freude ist das Auto dann um 17.00 fertig und steht frisch gewaschen, innen und aussen, zur Abholung bereit. Erfreulicherweise ist auch die Rechnung mit 6000 N$ deutlich geringer als befürchtet.
Leider können wir nicht schon morgen ins Berghaus von Ababis und beschließen daher, über Swakopmund zu fahren und Opa Ludwig und Omi Kathleen einen Strauss Blumen auf das Grab zu legen.
Das machen wir, weil wir es seinen Lebenserinnerungen verdanken, dass wir Afrika für uns entdeckt haben.
Zum Übernachten wollen wir nach Sophia Dale. Da gibt es dann aber eine unerfreuliche Begegnung mit wild gewordenen Dackeln, von denen einer Helga derart ins Bein beißt, dass es nicht nur deutliche Zahnabdrücke, sondern lang anhaltende blaue Flecken gibt. Also fahren wir zum Übernachten in das Alte Brücke Ressort. Der Abend ist sehr kalt, dank der Heizdecke ist es aber auszuhalten.
Am Morgen dann erst Einkaufen und dann zum Friedhof.

Anschließend besuchen wir Martin in seinem neuen Shop “fish deli”. Mit Chips und einer Flasche Wein bedanken wir uns für die 4 Jahre lange Erledigung der bürokratischen Formalia für den Landy.
Dann geht es auf über Walvis Bay durch die Namib nach Ababis.
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Oppieklippe und Abschied der Enkel
19.7.2010 von admin.
Lilith hat Fieber, Bauchweh, Kopfweh…… Nach einer Paracetamol geht das Fieber runter und wir können trotzdem weiter.
Eigentlich hatten wir geplant, auf einer Farm Station zu machen, die Ausritte (für Lilith) im Angebot hatte. Aber dort standen wir vor einem verschlossenen Tor. Als schließlich jemand kam, war die Erklärung: “We only make safaris. We have no time for Camper” Da half dann auch der Hinweis auf Trummis Liste nichts “I have problems to change my details……..”
Also müssen wir weiter, zum Glück aber nur 50 km. Da gibt es ein Camp mit dem Namen Oppieklippe, wo wir vor einigen Jahren schon mal waren.
Unterwegs teffen wir die allererste Schlange, eine Puffotter von repektabler Grösse.
Die ist aber leider leider tot.
Wir finden das Camp gleich, allerdings haben die Besitzer, die uns damals sehr freundlich begrüsst haben, das Camp inzwischen verpachtet. So ist die Begrüssung dann eher geschäftsmäßig. Immerhin, neben der Campmöglichkeit gibt es nun auch “Cabin’s”.
Das scheint uns insbesondere für Lilith, die wieder Fieber hat, die bessere Möglichkeit. Das Cabin entpuppt sich als Bauwagen, mit wenig Geschmack angestrichen und ebenso wenig Geschmack eingerichtet.
Aber immerhin von einem sehr schönen Gecko bewohnt, und die bringen bekanntermaßen ja Glück.
Wir erhalten die Telefonnummer eines Doktors, der nett sein soll und sogar deutsch spricht, den Helga sogleich zu erreichen versucht. Leider nur ein Anrufbeantworter, auf den der Herr Doktor nicht reagiert. Also am späten Nachmittag nochmal ein Versuch, den Doktor zu erreichen. Der ist aber not emused. Wieso wir ihn anrufen, er hätte keine Zeit und er verstehe auch kein Deutsch.
So bleibt uns erstmal nichts, als abzuwarten. Am Morgen geht es Lilith sichbar besser und so bleiben wir noch den Tag und müssen nicht nach Windhoek düsen, um einen Doktor zu finden.
Das Haus hat eine sehr schöne Aussicht und so gibt es auch einen Sonnenuntergang.
Tageüber zeigen sich dann an der Wasserstelle vor dem Haus auch noch ein paar Böckchen.
Am Abend liegen wir alle im Bett und sehen uns gemeinsam “Nirgendwo in Africa an”. Leider hält der Akku des Computers nur bis kurz vor dem Ende durch und so bleibt uns die Rückkehr nach Deutschland erspart.
Am Morgen heißt es, zusammenpacken, Sachen auseinander sortieren. Es ist Sonntag und es steht laut der Air-Namibia-Auskunft der Rückflug pünktlich um 19.00 Uhr an.
Unterwegs essen wir ein letztes Mal zusammen. Diesmal in Okahandja (Hofbräuhaus). Die Pommes sind diesmal richtig gut und auch der Rest schmeckt ordentlich. Je näher wir an Windhoek kommen, desto mehr merkt man Julian und Lilith an, dass der Rückflug so ganz alleine doch nicht ganz ohne ist. Pünktlich erreichen wir um 16.00 Uhr Windhoek und können noch auf einen Kaffee bei der Airportfarm vorbei fahren.
Dann auf zum Flughafen. Das Gepäck ist ganz schnell aufgegeben. Und dann klären wir auch die Betreuung der beiden während des Fluges und in Frankfurt. Die letzte gemeinsame Stunde und dann ab durch die Kontrollen.
Es war ein schöne Zeit mit den beiden.
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Ombili
16.7.2010 von Julian Mosbach.
Nach dem wilden Tiergewusel in Etosha war uns (wie nach CATS) nach etwas Ruhigerem zumute, also bewegten wir uns den ganzen Weg zurück aus dem Etosha heraus und fuhren in Richtung Tsumeb auf die Tokofarm. Hier wollten wir zwei Tage lang campen und am zweiten Tag wollten wir eine Führung durch die Ombili-Stiftung machen.
Wir hatten (in weiser Voraussicht) in Deutschland Stifte gesammelt (eig.: Stifte sammeln lassen!) , um sie der Stiftung zu schenken.
Die Stifte wurden dann (teilweise) an die Klassen der Stiftung verteilt.
Und hier waren wir schon ziemlich erstaunt. Wir bzw.: unser Name war doch tatsächlich AUF der Schule verewigt!!!!
Wärenddessen interessierte sich Helga immer mehr für klassische Klopapier-Kunst!
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Tokofarm und Ombilli
15.7.2010 von admin.
Nach dem tollen Erlebnis mit den vielen Elefanten kommen wir abends auf der Tokofarm Hofmann an und werden dort, wie auch beinm letzten Mal im September, sehr freundlich empfangen. Unser Lager schlagen wir unter den riesigen Schirmakazien auf.

In Vorbereitung des Abendessens entwickelt sich Julian zum Meister des Feuers, der uns mit Glut zum Grillen und Lagerfeuer versorgt.
Am nächsten Morgen geht es zu der etwa 30 km entfernten Ombili-Stiftung. Hier gibt es jetzt einen neuen Verwaltungsleiter, der uns begrüsst und herumführt. So ist dann der Vortrag auch für Helga und mich keine Wiederholung.
Aber am Anfang steht die Übergabe der Spenden an. Julian und Lilith haben Kugelschreiber und Bleistifte gesammelt. Die Bleistifte haben wir bereits für ein Schulprojekt beim Camp Aussicht gespendet. Mit der Übergabe der Kugelschreiber werden auch die 200 € übergeben, die meine (ehemaligen) MitarbeiterInnen anläßlich meines Abschiedes gespendet haben.
Nochmal herzlichen Dank an alle Spender für die Ombili-Stiftung!
Dann kommt ein Rundgang durch das Gelände.
Nach ca. 3 Stunden velassen wir Ombili um viele Eindrücke reicher.
Nachmittags müssen wir unbedingt einkaufen, und so geht es nach Tsumeb. Nachdem alle Einkäufe erledigt sind, ist es leider schon so spät, dass der Besuch des Museums, das die Farmer dort aufgebaut haben, leider ausfallen muss, da ich auf keinen Fall im Dunklen fahren will.
Abends wieder Feuer mit Julian, der von den Farmersleuten gesagt bekommt, dass er das ganze Holz verbrennen darf. Entsprechend gross wird das Lagerfeuer, an dem dann auch Marshmallows gegrillt werden.
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Auf nach Okaukuejo
14.7.2010 von Helga.
Nach zwei Nächten in Halali, davon mit einem Ruhetag dazwischen, an dem wir gar nicht fahren, geht es weiter durch den Park, an verschiedenen Wasserlöchern vorbei, Richtung Okaukuejo. Unterwegs stoppen wir, weil ein anderes Auto auch stoppt. Also rausfinden, wohin die kucken. Wie, die kucken ja am Auto runter!?! Da sitzt ein Schildrabe. Aha. Sie fahren dann zügig weiter, wir suchen vorsichtshalber die Gegend nochmal ab, ob auch etwas Größeres zu entdecken ist. Der Schildrabe hat seinen Standpunkt gewechselt, turnt oben auch den Dachzelten rum. Da dort nichts zu holen ist, setzt er sich zu Klaus auf den Rückspiegel. Na gut, don`t feed wild animals, wir haben altes Toastbrot zur Hand (warum????), der Schildrabe bekommt seine Bettelbelohnung.
Aber was macht der denn jetzt? Da kommt doch tatsächlich sein erwachsenes, schon sehr flügges Junges angekrächzt, bettelt Mama an, dass sie sich erbarmt, und tatsächlich, Mama macht die Hotelmama und würgt ihm sein Fresschen vor, das er sich sicher lange schon selbst suchen könnte. Nach einer Weile finden wir, dass der Kleine nun doch gross werden sollte, und fahren weiter.
Da wir erst bei Einfahrt in den Park reserviert haben, bleibt uns in Okaukuejo nur der “Notplatz” ohne Strom und richtigen Schatten. Mit langen Gesichtern sehen wir uns den unwirtlichen Platz an, dann fällt mir ein, dass am Office irgendwas von 50% reduction gestanden hat. Also wieder zurück, und siehe da, es gibt zwar kein freies Familienhäuschen mehr, aber b+b in zwei neben einander liegenden Doppelzimmern, die tatsächlich nur die Hälfte kosten (weil zu wenig Touristen im Anschluss an die WM gekommen sind, sollte das wohl ein Anreiz sein). Die Zimmer sind wirklich komfortabel und schön, schade, das keine individuelle Möglichkeit zur Selbstversorgung besteht. So gehen wir an beiden Abenden im Restaurant essen, bei fantastischem Service und sehr lekkerem Essen. Der Koch aus Namutoni sollte dort mal hospitieren!!
Und am allerletzten Tag, auf dem Weg aus dem Park heraus, noch ein besonderes Erlebnis: schon ein Weilchen lagen auffallend viele Elefantenköttel, viele abgerissene Zweige an der Seite, da mussten doch Elis sein!!!
Und kaum hatte ich’s gesagt, standen wir mittendrin, erst nur rechts, dann wechselten einige die Seite, bis wir in einer Herde von 30-40 friedlich “grasenden” Elafanten stehen, die keinerlei Anstalten machen, sich von uns stören zu lassen. Grosse und Kleine, Alte und Junge, alle sind damit beschäftigt, gemächlich zu fressen, ein Stückchen weiter zu gehen, der eine oder andere schaut auch mal näher zum Auto hin.
Wir vier sind ganz still, jeder mit schauen, staunen, die Nähe genießen, fotografieren, filmen beschäftigt, nur ganz leise verständigen wir uns. Welch ein Erlebnis!!
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Halali
12.7.2010 von Helga.
Nach einer Nacht wechseln wir nach Halali, fahren auf dem Weg dorthin verschiedene Wasserlöcher an, sehen die üblichen Verdächtigen, ausser Löwen. Und das Wasserloch in Halali, das mir letztes Jahr schon so gut gefallen hat, hat wieder seinen besonderen Reiz. Wir haben das Glück, den Stellplatz ganz in der Nähe zu bekommen, so dass die beiden jederzeit hinkönnen, um Ausschau zu halten.
Und ihre Ausdauer wird auch belohnt: Elefanten, streitende Nashörner, Hyänen, Antilopen verschiedenster Art, alle lassen sich blicken.
Nur auch hier wieder, leider kein einziger Löwe. Den beiden scheint es trotzdem zu gefallen, so sehr, dass sie wild entschlossen sind, die ganze Nacht am Wasserloch zu verbringen. Aber darüber und wie es ausging, sollen sie selber berichten.
Dann gab’s ja auch noch Fussball. Das Camprestaurant war drauf eingerichtet, hatte einen Riesenbildschirm organisiert, bei gekühlten Getränken und guter Stimmung sehen wir die erste Halbzeit von Holland gegen England.
Und auch in Halali gibt es Tiere, die von den Brocken der Touris leben. Sobald es dunkel wird, tauchen flinke Schatten auf, die beim Anleuchten schwarz-weiss sind: Honigdachse, die die Mülltonnen umwerfen und plündern. Wir machen uns einen Spass daraus, ihre Fährten zu verfolgen. Wenn man ihnen dabei aber zu nahe auf den Pelz rückt, werden sie ziemlich grantig und fauchen einen sehr erbost an. Das reguliert den Abstand…
Als wir am zweiten Tag, schon etwas müde vom vielen Spähen, kurz vorm Camp sind, versammeln sich in der Luft und am Boden viele Geier, dazu am Boden Schakale, die die Geier auf Abstand halten, weil sie nämlich das tote Zebra erstmal für sich beanspruchen.
Diese großen Vögel warten tatsächlich darauf, dass sie auch mal an den leckeren Riss kommen, den die Schakale “von hinten aufrollen”.
Ab und zu hopst ein Vogel näher, versucht mit gaaaanz langem Hals etwas zu ergattern, aber die Schakale verscheuchen ihn schnell, ebenso vorwitzige Artgenossen, die in der Hack-bzw. Fressordnung noch nicht an der Reihe sind. Leider geht es auf den Sonnenuntergang zu, wir müssen ins Camp. Dieses Schauspiel in allernächster Nähe mit zu erleben, hat uns alle sehr beeindruckt.
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