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- Reisebericht (34)
- 29.7.2011: Dieser Blog ist umgezogen!
- 12.12.2010: Weihnachtsgrüße
- 6.8.2010: Zum Nationalpark Richtersfeld
- 29.7.2010: Ai-Ais und Fishrivercanyon
- 29.7.2010: Nachtrag zu Goamus
- 28.7.2010: Drei Tage auf Goamus
- 23.7.2010: Entspannung pur im Berghaus
- 20.7.2010: Windhoek Autoservice und ein netter Doktor
- 19.7.2010: Oppieklippe und Abschied der Enkel
- 16.7.2010: Ombili
Reisebericht
Dieser Blog ist umgezogen!
29.7.2011 von admin.
Nun habe ich es endlich hingekriegt. Mit einem schöneren, besseren und aktuelleren Wordpress-Blog sind wir jetzt unter der Adresse www.blog.goamus. de erreichbar.

Leider konnte ich die registrierten Benutzer nicht übernehmen, Sorry.
Aber man kann sich auch in dem neuen Blog wieder registrieren.
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Zum Nationalpark Richtersfeld
6.8.2010 von Helga.
Durch immer wieder neue langgestreckte Täler fahren wir Richtung Nordoewer.
Und von da aus geht es weiter Richtung Rosh Pinah. Da es aber bereits zu spät ist, suchen wir erstmal einen Platz zum Übernachten. Direkt am Oranje finden wir ein Camp, das uns so gut gefällt, dass wir 2 Tage dort bleiben.

Dann machen wir uns auf, weiter Richtung Rosh Pinah, wo wir für den Fall der Fälle einen neuen Reservereifen kaufen müssen. Mit nur einem Reservereifen durch das Richtersfeld, das erscheint uns doch zu riskant.
Nach Reifenkauf und Essen im Wimpys in Rosh Pinah (das wirklich eine auffällig umtriebige Stadt ist mit sehr viel innerstädtischer Entwicklung) geht’s auf die Pad nach Sendlingsdrift zur Fähre nach Südafrika.
Die Grenzkontrollen sind weniger schwierig als erwartet. Der Beamte gibt uns einen Umschlag für seine südsfrikanische Kollegin mit (Liebesbrief??). Als uns seine Kollegin 440 NamDollar abnehmen will, unterbindet er das sehr deutlich und kategorisch. Mit “Good bye, have a good trip” werden wir ebenso deutlich verabschiedet. Wir wissen eh nicht, wofür die 440 N$ hätten sein sollen. Wahrscheinlich waren das die Gebühren, die auf den ausliegenden Merkblättern angekündigt wurden.
Dann geht alles erstmal ganz fix. Der Fährmann erspäht uns und kommt rüber von der anderen Seite. Die Fähre erinnert an die in Hemeln, fährt aber mit starkem Außenbordmotor und scheint den Drive des strömenden Wassers nicht auszunutzen.
Auf der südafrikanischen Seite nimmt es der Polizeigrenzposten genauer, zumal wir zuerst in das Policeoffice gehen. Wir hätten aber zuerst bei der Immigrations-Beamtin, für die auch der Brief (?), den man uns mitgegeben hatte, bestimmt war, uns die Einreisestempel holen müssen. Doch auch das ist nach 1/2 Stunden erledigt.
Bei der Parkverwaltung kaufen wir die Wildcard, da wir ja noch in einigen Parks in SA unterwegs sein werden.
Wir campen am Orange, sind völlig allein auf dem Platz. Die Stellplätze verschwinden im dichten Busch, wir suchen uns einen mit Blick (fast) auf den Fluss. Der übliche Aufbau, ich suche Feuerholz zusammen, liegt ja auch genügend trockenes herum.
Am nächsten Tag geht es richtig los in den Park.Wir kommen an einem Baum vorbei, dessen Wurzeln sich wahrscheinlich im Laufe von Jahrzehnten durch die Felsritzen gekämpft haben. Nun ist der Fels abgesprengt und durch Hochwasser weggerollt.
Weiter geht es, mit 4×4 und Prüfung der 3. Zähne. Klaus genießt die Herausforderungen, ich die immer wieder anderen, atemberaubenden Ausblicke in die Landschaft und Vegetation.
Manchmal komme ich mir vor wie in einem botanischen Garten, eine unvorstellbare Vielfalt an Pflanzen, sehr viele blühend. Das hatte ich gar nicht erwartet, nicht die Berge und nicht die Pflanzen.
Wir steigen oft aus, um zu kucken, zu staunen, zu genießen. Leider ist das angepeilte Camp nahe des Ausgangs noch gar nicht eröffnet oder schon wieder geschlossen. So verlassen wir den Park nachmittags wieder und gehen eher unwillig auf die Suche nach einer Unterkunft.
Wie so oft weiß Uschi Rat und geleitet uns zu einem Camp mit dem Namen “Tierkloof-Camping-ground”. Es soll ein kommunales Projekt sein. Die Pads werden immer kleiner und enger, und wir fragen uns, ob Uschi wirklich weiß, wohin sie will. Ein Farmer, der uns überholt, hält uns an, wohl weil er glaubt, wir hätten uns verfahren. Er weiß immerhin von dem Camp und beschreibt uns den Weg. Als die Sonne schon im Untergehen begriffen ist, kommen wir an. Es ist deutlich sichtbar, dass hier mal ein Camp (geplant) war.
Jetzt sind davon nur noch Reste zu sehen, wie die Klohäuschen, die echt afrikanisch auf ihre Sickergruben gebaut sind, in die sie nun hineinstürzen. Obwohl uns ein wenig unheimlich ist, bleiben wir die Nacht und leisten den Pavianen, die das Camp als Heimstatt betrachten, Gesellschaft.
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Ai-Ais und Fishrivercanyon
29.7.2010 von admin.
Ai-Ais, Wasser im Überfluss und auch noch warm, das ist in dem eher sehr trockenen Süden von Namibia schon etwas ganz Besonderes. Allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz ist das Camp in weiten Teilen sehr gut renoviert und auch die Mitarbeiter sind freundlich und aufmerksam.

65 Grad heiß kommt das Wasser in Ai-Ais aus der Erde. Ganz so heiß ist es dann im Schwimmbad doch nicht, aber immerhin, bei 28 Grad gehe selbst ich freiwillig ins Wasser.
So verbringen wir 2 Tage mit Faulenzen, am Fishriver spazieren und warmen Bädern.
Dann geht es weiter in Richtung Süden, aber nicht ohne noch mal den Fishrivercanyon zu besichtigen.
Der Weg in die Schlucht sieht zumindest von oben sehr halsbrecherisch aus. Man kann hier 80 km amFishriver entlang durch die Schlucht wandern. Das soll aber selbst in der kühlen Jahreszeit nur etwas für trainierte und körperlich sehr fitte Leute sein. Es juckt mich zwar etwas, aber später treffen wir Leute etwa in unserem Alter, die das mit einem halben Jahr Vorbereitung gemacht haben und es sehr anspruchsvoll fanden.
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Nachtrag zu Goamus
29.7.2010 von admin.
Auch wenn unser Bericht über den Zustand des Camps sehr negativ klingen mag, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass man etwas (auch für die Community rund um Goamus) Sinnvolles aus der Farm machen kann. Das setzt allerdings voraus, dass sich die Strukturen ändern (z.B. ein Komitee nur zur Aufsicht). Die Einsicht aller Beteiligten, dass Erfolg das Ergebnis von beharrlicher Arbeit ist und nicht von Komiteetreffen. Dazu gehört auch die Aussicht für die, die tatsächlich beharrlich arbeiten, von dem dann sicher eintretenden Erfolg, am meisten zu profitieren.
Im Gelände und an den Gebäuden sind, seit wir das erste Mal in 1998 dort waren, viele zusätzliche, mit etwas Pflegeaufwand vermeidbare, Schäden eingetreten. Auch sind - zumindest die gut zu findenden - versteinerten Bäume fast vollständig zerstört. Einige der m.E. mindestens mehrere hundert Jahre alten Grabstätten der Buschleute sind ausgeräumt. Ein Teil der geologisch hochinteressanten und vor allem wunderschönen Felsformationen, die über Jahrmillionen entstanden sind, wurden zum Teil schwer beschädigt. Der Müll hat sich in den letzten 12 Jahren, seitdem wir die Farm besuchen, immer weiter vermehrt.
All dies zu beseitigen dürfte Arbeit für 5-10 Leute für mindestens ein Jahr sein. Wenn diese Arbeit erledigt ist, kann man Goamus als Ziel für Touristen sehr empfehlen und langfristig etablieren. In einigen Jahren könnte man dann auch sicher die erhofften Einahmen aus dem Tourismus für die Gemeinde erwirtschaften.
Der sich jetzt abzeichnende Mißerfolg macht mich sehr traurig, zumal ich immer mehr sehe, dass er sich nicht aufhalten läßt. Ich habe den Eindruck, dass es in Gibeon niemanden gibt, der bemerkt, dass mit diesen Schäden auch die Verbindungen zu der Historie dieses Platzes gekappt werden. Sowohl die wohl ursprüngliche Besiedlung durch die Buschleute, der Freiheitskampf der Witboois, die Errichtung der Gebäude durch Opa Ludwig haben auf diesem Platz Spuren hinterlassen, die jetzt zerstört werden. Genau darin liegt aber das Potential von Goamus.
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Drei Tage auf Goamus
28.7.2010 von Helga.
Das Camp hat jetzt ein “Gate”, bestehend aus ein bisschen Draht und zwei Stangen. Aber es erfüllt seinen Zweck und hält Kühe und Bokkies von der Campsite fern, so dass nur die alten Haufen noch rumliegen.
Offensichtlich ist in der Zwischenzeit (seit September 2009) kein anderer Camper hier gewesen. Der Platz wirkt eher ungepflegt, eine Sickergrube ist eingebrochen, die Ablutionblocks werden nicht gewartet, es tropft, sickert und sprudelt aus verschiedenen Lötstellen. Die herumfliegenden Plastikflaschen und Cooldrink-Dosen, die beim letzten Mal noch nicht da waren, stammen wohl eher von den Tagungen des Komitees.
Ich beseitige die Vogelkacke vom Waschbecken und aus dem Vorraum zu Klo und Dusche. Es ist leider doch, wie wir befürchtet haben: niemand kümmert sich wirklich.
Jackie alleine wird das aber auch nicht schaffen können, was zu tun ist: Bäume beschneiden, das tote Holz, was in Massen herum liegt, z.B. zu Feuerhol verarbeiten, Gras mähen, und nicht zuletzt den Teich und die Quelle in Ordnung bringen. Die Wasserleitungen müssen alle nochmal neu gelötet werden, die Donkeys müssen richtig angeschlossen werden (Kaltwasserzulauf unten, Heißwasserauslauf oben) und die Sickergruben müssen richtig angelegt werden und nicht nur Loch und Wellblech darüber!
Jackie überreicht uns zwar ein Schlüsselbund (und am nächsten Tag etwas kleinlaut eine Sprühdose Lufterfrischer fürs Klo…….), aber nur wenige Schlüssel passen tatsächlich auf die Türen.
Klaus bringt das Wasser zum Laufen, irgendwie geht es aber direkt an unserem Platz nur am Kaltwasserhahn, aufs Klo und zum Duschen gehen wir Richtung Wassertank. Klaus bringt den Donkey dort zum Laufen, und die Goamuswüstendusche ist wieder bereit.
Und das Pfund, mit dem man wuchern könnte, wie die alten Farmanlagen, wie die Teiche oben und unten, die Schafdippe, alles verfällt oder wird, wie der obere Teich so zerstört, dass binne kurzem die hohe Schilfwand völlig trocken stehen wird. Die Fische sind schon jetzt verschwunden, denn aus der unteren Dammmauer wurden große Steine entfernt, so dass das Wasser, das nicht direkt in den Tank geführt wird, einfach so weg läuft und der Teich in der Zeit seit unserem letzten Besuch fast völlig leerläuft.
Auch unten am Farmhaus geht der Verfall zügig weiter. Das Haus steht offenbar permanent offen, die Badewanne ist wieder mit Schutt gefüllt, die Toilette so funktionsunfähig gemacht, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Oben am Windrad läuft dieses noch, aber der Absperrhahn ist noch immer nicht repariert worden, und damit nichts überläuft, ist der zweite Ablauf auch noch aufgemacht, und so läuft das Wasser einfach so raus aus “meinem Pool”, der nur noch zu einem Drittel gefüllt ist.
So richten wir uns ein, nur wenige Tage zu bleiben, und fahren auch nach drei Nächten wieder ab.
Jackie kommt ab und zu mit den Kindern, meist zum Frühstück. Die Kinder spielen herrlich in dem Gelände. Mit Verblüffung stelle ich fest, dass auch hier ein längerer Stock (Rudolf nimmt den campeigenen Schrubber) ausreicht, um ein Pferd zu haben. In Ermangelung eines zweiten Stocks bekommt Mila von Klaus seinen heißgeliebten Allzweckstock, der vor allem beim Lagerfeuer wichtige Aufgaben hat. Er befestigt ihr als Pferdekopf den Handfeger daran, und sie ist selig. Aus den Reklamebeilagen der AZ werden Masken, die die Kinder sehr gruseln/begeistern, und Schiffchen und Hüte.
Jacquoline bringt die Sprache auf die Frage nach angemessener Bezahlung von Campinggebühren und sagt, dass das Kommitee an 100 NamDollar/Nacht gedacht habe. Glücklicherweise habe ich ja Trummis Liste dabei, und lese/übersetze ihr einige Beschreibungen von Camps und die dort verlangten Preise. Auch erzähle ich ihr von Isreal, der das Erongo Plateau Camp managt, und welche Aufgaben er dort hat. Dass man dort jederzeit kommen könne, alles sauber ist, nicht erst aufgeräumt und gesäubert werden muss. Jackie erscheint nachdenklich. Klaus erzählt sie, dass es Ärger gegeben habe, nachdem wir das letzte Mal abgereist sind, weil wir nichts bezahlt hatten (da war ja noch weniger fertig als jetzt!). Er gibt ihr bei der Abreise 450 NamDollar für 9x campen, sie trägt es in das dicke, leere Buch ein, das für das Camp angelegt wurde.
Klaus betätigt sich als Gasflaschenflüsterer, allerdings mit fragwürdigem Erfolg. Ich habe Kaffeewasser aufgestellt, da Jackie gekommen ist. Klaus ist mit dem, was aus der frisch aufgefüllten 3 kg Gasflasche herauskommt, nicht zufrieden, und schraubt bei laufendem Betrieb an einer Schraube herum, die man wohl doch nicht anrühren sollte. Es tut einen seeehr harschen Blopp, das Gas strömt, sichtlich und vor allem hörbar befreit, mit einer Riesenflamme, da ja vom Auffüllen vom Vortag gut Druck drauf ist, aus. Das Ganze spielt sich erstmal dicht am Auto ab, an dem hinten ein gefüllter Benzinkanister (20 Liter) hängt. Ich schreie, weil Klaus immer wieder dicht an die brennende Gasflasche gehen will (ich denke, er will die Schraube wieder festdrehen), aber er will die Flasche irgendwie vom Auto wegkriegen… Ich denke gar nicht an das Auto, sondern an Klaus, und dass die Flasche bestimmt gleich richtig explodiert und dann scharfe Eisenteile rumfliegen und ihn schwer verletzen. Endlich findet er den Schlüssel und fährt das Auto ein Stück weg, während ich mit der Leiter vom Dachzelt schrittweise mitgehe. Die Sch…flasche brennt immer noch unendlich laut und mit Riesenflammen, ich muss Jackie und die Kinder ein bisschen wegscheuchen, und weiter schreien, damit Klaus nicht dran geht.
Dann ein tut es einen ohrenbetäubender Knall… die Flasche explodiert tasächlich..die Kinder schreien, Rudolf ist voller Angst weggelaufen. Zum Glück ist die Flasche nicht auseinander geflogen, sondern hat “nur” einen Riss. Klaus löscht die entstandenen Glutnester, das brennende Handtuch geht auch aus.
Rudolf erbt von Klaus den neuen Lederhut, der jetzt einen etwas deformierten Rand hat, Ohm Kassie den Stuhl, den wir sowieso weggeben wollten (der Knall war bis zu seinem Platz (immerhin 4km) zu hören), ob der positven Auswirkungen beruhigen sich die Gemüter wieder.
Am nächsten Morgen gibt’s keinen Kaffee, da auch der Brenner hin ist, das ist wohl am schwersten zu ertragen…!!!
Aber es gibt auch Positives. Ich kriege nach erneutem Seifenbad und feste dran drücken endlich den Dorn aus meiner Ferse, den ich dort seit dem ersten Tag im Berghaus stecken hatte. Das ist schon ein ziemliches Kaliber, was ich da rausziehe, und es tat ziemlich weh, da er senkrecht drin steckte. Nun heilt die Stelle schnell ab und ich kann meine Buschtreter endlich wieder richtig anziehen.
Die Abfahrt fällt uns dieses Mal nicht schwer, Klaus erzählt mir hinterher, dass er in den Nächten dort nicht gut geschlafen habe, da er fürchtete, in Auseinandersetzungen der verschiedenen Interessengruppen, die um Goamus rangeln, hineingezogen zu werden. So schnell werden wir wohl nicht wieder hinfahren.
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Entspannung pur im Berghaus
23.7.2010 von admin.
Gar nichts machen müssen, rumlaufen oder nicht, ein dickeres Buch an einem Tag komplett lesen……alles das ist im Berghaus möglich. So genießen wir die 5 Tage, die wir gebucht haben. Einzig ein Ausflug nach Solitäre, um dort den Apfelkuchen zu essen, unterbricht die Entspannung.
Helga rammt sich leider einen dicken Dorn, der sich nicht entfernen läßt, in die Ferse und kann daher, selbst wenn sie anders wollte, nur eingeschränkt bewegen.
Nur in dieser Ruhe benerkt man auch die “kleinen” Wunder wie diese Gottesanbeterin.
Erfolgreich wirken sich Ruhe und Entspannung auch auf Hefepilze aus. So kann ich ein wunderbar gelungenes Topfbrot herstellen.
Erst am letzten Tag entschliessen wir uns zu einer Rundfahrt durch das Gelände und versuchen die Rundtour, die wir beim letzten Mal mit dem Landy nicht beenden konnten, nun mit dem Nissan erneut.
Kaum sichtbar ist die Fahrspur, der wir folgen.
Am Wege ein velassener Stollen, in dem nach Gold oder Diamaten gesucht wurde????
Erst im Nachhinein, beim Ansehen des Fotos, das auf dem Fotoapperat nur dunkel war, sehe ich, dass es doch nur die Hütte eines alten Viehpostens ist.
Am Ende schaffen wir diesmal die gesamte Rundtour. Zur Ehrenrettung des Landy’s muss aber noch erwähnt werden, dass an der Stelle, an der wir beim letztenMale umgekehrt sind, sich der Nissan im Vorteil befand, weil wir aus der Gegenrichtung kamen und es es abwärts ging.
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Windhoek Autoservice und ein netter Doktor
20.7.2010 von admin.
Die erste Nacht ohne Kinder verbringen wir in der Pension Moni. Unerwartet hat das den Vorteil, ganz nahe bei der Nissanwerkstatt zu sein. Am Morgen dann um 7.00 aufstehen, 1 Tasse Kaffee, dann ab in die Werkstatt. Ich ergänze den Serviceauftrag noch um die Reparatur der Tankanzeige und bin eine viertel Stunde später zurück in der Pension Moni.
Nach dem Frühstück geht es in die Stadt. Ich versuche, in der Apotheke Antibotika (für ein kapitales Furunkel) zu bekommen. Aber der Apotheker lässt nicht mit sich reden (O-Ton Helga “Ein Glück…) und gibt uns die Adresse eines Doktors im katholischen Krankenhaus. Also dahin, und nach einer halben Stunde Warten sehen wir den Doktor. Eine ganz andere Medizin tut sich auf. So verlassen wir den Doktor (Honorar 420 N$) mit einem umfangreichen Rezept (1300 N$), unter anderem auch Amoxicillin. Aber vorbeugend gibt’s auch Probiotik, Dynamisan und was zum Ausgleich des Säurehaushaltes. Also wenn’s denn hilft…..
Am Nachmittag dann Anruf der Werkstatt, die Sensorunit für die Tankanzeige kostet ohne Einbau 2500 N$. Ob sie es denn trotzdem machen sollen? Natürlich sollen sie! Zu meiner grossen Freude ist das Auto dann um 17.00 fertig und steht frisch gewaschen, innen und aussen, zur Abholung bereit. Erfreulicherweise ist auch die Rechnung mit 6000 N$ deutlich geringer als befürchtet.
Leider können wir nicht schon morgen ins Berghaus von Ababis und beschließen daher, über Swakopmund zu fahren und Opa Ludwig und Omi Kathleen einen Strauss Blumen auf das Grab zu legen.
Das machen wir, weil wir es seinen Lebenserinnerungen verdanken, dass wir Afrika für uns entdeckt haben.
Zum Übernachten wollen wir nach Sophia Dale. Da gibt es dann aber eine unerfreuliche Begegnung mit wild gewordenen Dackeln, von denen einer Helga derart ins Bein beißt, dass es nicht nur deutliche Zahnabdrücke, sondern lang anhaltende blaue Flecken gibt. Also fahren wir zum Übernachten in das Alte Brücke Ressort. Der Abend ist sehr kalt, dank der Heizdecke ist es aber auszuhalten.
Am Morgen dann erst Einkaufen und dann zum Friedhof.

Anschließend besuchen wir Martin in seinem neuen Shop “fish deli”. Mit Chips und einer Flasche Wein bedanken wir uns für die 4 Jahre lange Erledigung der bürokratischen Formalia für den Landy.
Dann geht es auf über Walvis Bay durch die Namib nach Ababis.
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Oppieklippe und Abschied der Enkel
19.7.2010 von admin.
Lilith hat Fieber, Bauchweh, Kopfweh…… Nach einer Paracetamol geht das Fieber runter und wir können trotzdem weiter.
Eigentlich hatten wir geplant, auf einer Farm Station zu machen, die Ausritte (für Lilith) im Angebot hatte. Aber dort standen wir vor einem verschlossenen Tor. Als schließlich jemand kam, war die Erklärung: “We only make safaris. We have no time for Camper” Da half dann auch der Hinweis auf Trummis Liste nichts “I have problems to change my details……..”
Also müssen wir weiter, zum Glück aber nur 50 km. Da gibt es ein Camp mit dem Namen Oppieklippe, wo wir vor einigen Jahren schon mal waren.
Unterwegs teffen wir die allererste Schlange, eine Puffotter von repektabler Grösse.
Die ist aber leider leider tot.
Wir finden das Camp gleich, allerdings haben die Besitzer, die uns damals sehr freundlich begrüsst haben, das Camp inzwischen verpachtet. So ist die Begrüssung dann eher geschäftsmäßig. Immerhin, neben der Campmöglichkeit gibt es nun auch “Cabin’s”.
Das scheint uns insbesondere für Lilith, die wieder Fieber hat, die bessere Möglichkeit. Das Cabin entpuppt sich als Bauwagen, mit wenig Geschmack angestrichen und ebenso wenig Geschmack eingerichtet.
Aber immerhin von einem sehr schönen Gecko bewohnt, und die bringen bekanntermaßen ja Glück.
Wir erhalten die Telefonnummer eines Doktors, der nett sein soll und sogar deutsch spricht, den Helga sogleich zu erreichen versucht. Leider nur ein Anrufbeantworter, auf den der Herr Doktor nicht reagiert. Also am späten Nachmittag nochmal ein Versuch, den Doktor zu erreichen. Der ist aber not emused. Wieso wir ihn anrufen, er hätte keine Zeit und er verstehe auch kein Deutsch.
So bleibt uns erstmal nichts, als abzuwarten. Am Morgen geht es Lilith sichbar besser und so bleiben wir noch den Tag und müssen nicht nach Windhoek düsen, um einen Doktor zu finden.
Das Haus hat eine sehr schöne Aussicht und so gibt es auch einen Sonnenuntergang.
Tageüber zeigen sich dann an der Wasserstelle vor dem Haus auch noch ein paar Böckchen.
Am Abend liegen wir alle im Bett und sehen uns gemeinsam “Nirgendwo in Africa an”. Leider hält der Akku des Computers nur bis kurz vor dem Ende durch und so bleibt uns die Rückkehr nach Deutschland erspart.
Am Morgen heißt es, zusammenpacken, Sachen auseinander sortieren. Es ist Sonntag und es steht laut der Air-Namibia-Auskunft der Rückflug pünktlich um 19.00 Uhr an.
Unterwegs essen wir ein letztes Mal zusammen. Diesmal in Okahandja (Hofbräuhaus). Die Pommes sind diesmal richtig gut und auch der Rest schmeckt ordentlich. Je näher wir an Windhoek kommen, desto mehr merkt man Julian und Lilith an, dass der Rückflug so ganz alleine doch nicht ganz ohne ist. Pünktlich erreichen wir um 16.00 Uhr Windhoek und können noch auf einen Kaffee bei der Airportfarm vorbei fahren.
Dann auf zum Flughafen. Das Gepäck ist ganz schnell aufgegeben. Und dann klären wir auch die Betreuung der beiden während des Fluges und in Frankfurt. Die letzte gemeinsame Stunde und dann ab durch die Kontrollen.
Es war ein schöne Zeit mit den beiden.
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Ombili
16.7.2010 von Julian Mosbach.
Nach dem wilden Tiergewusel in Etosha war uns (wie nach CATS) nach etwas Ruhigerem zumute, also bewegten wir uns den ganzen Weg zurück aus dem Etosha heraus und fuhren in Richtung Tsumeb auf die Tokofarm. Hier wollten wir zwei Tage lang campen und am zweiten Tag wollten wir eine Führung durch die Ombili-Stiftung machen.
Wir hatten (in weiser Voraussicht) in Deutschland Stifte gesammelt (eig.: Stifte sammeln lassen!) , um sie der Stiftung zu schenken.
Die Stifte wurden dann (teilweise) an die Klassen der Stiftung verteilt.
Und hier waren wir schon ziemlich erstaunt. Wir bzw.: unser Name war doch tatsächlich AUF der Schule verewigt!!!!
Wärenddessen interessierte sich Helga immer mehr für klassische Klopapier-Kunst!
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Tokofarm und Ombilli
15.7.2010 von admin.
Nach dem tollen Erlebnis mit den vielen Elefanten kommen wir abends auf der Tokofarm Hofmann an und werden dort, wie auch beinm letzten Mal im September, sehr freundlich empfangen. Unser Lager schlagen wir unter den riesigen Schirmakazien auf.

In Vorbereitung des Abendessens entwickelt sich Julian zum Meister des Feuers, der uns mit Glut zum Grillen und Lagerfeuer versorgt.
Am nächsten Morgen geht es zu der etwa 30 km entfernten Ombili-Stiftung. Hier gibt es jetzt einen neuen Verwaltungsleiter, der uns begrüsst und herumführt. So ist dann der Vortrag auch für Helga und mich keine Wiederholung.
Aber am Anfang steht die Übergabe der Spenden an. Julian und Lilith haben Kugelschreiber und Bleistifte gesammelt. Die Bleistifte haben wir bereits für ein Schulprojekt beim Camp Aussicht gespendet. Mit der Übergabe der Kugelschreiber werden auch die 200 € übergeben, die meine (ehemaligen) MitarbeiterInnen anläßlich meines Abschiedes gespendet haben.
Nochmal herzlichen Dank an alle Spender für die Ombili-Stiftung!
Dann kommt ein Rundgang durch das Gelände.
Nach ca. 3 Stunden velassen wir Ombili um viele Eindrücke reicher.
Nachmittags müssen wir unbedingt einkaufen, und so geht es nach Tsumeb. Nachdem alle Einkäufe erledigt sind, ist es leider schon so spät, dass der Besuch des Museums, das die Farmer dort aufgebaut haben, leider ausfallen muss, da ich auf keinen Fall im Dunklen fahren will.
Abends wieder Feuer mit Julian, der von den Farmersleuten gesagt bekommt, dass er das ganze Holz verbrennen darf. Entsprechend gross wird das Lagerfeuer, an dem dann auch Marshmallows gegrillt werden.
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Auf nach Okaukuejo
14.7.2010 von Helga.
Nach zwei Nächten in Halali, davon mit einem Ruhetag dazwischen, an dem wir gar nicht fahren, geht es weiter durch den Park, an verschiedenen Wasserlöchern vorbei, Richtung Okaukuejo. Unterwegs stoppen wir, weil ein anderes Auto auch stoppt. Also rausfinden, wohin die kucken. Wie, die kucken ja am Auto runter!?! Da sitzt ein Schildrabe. Aha. Sie fahren dann zügig weiter, wir suchen vorsichtshalber die Gegend nochmal ab, ob auch etwas Größeres zu entdecken ist. Der Schildrabe hat seinen Standpunkt gewechselt, turnt oben auch den Dachzelten rum. Da dort nichts zu holen ist, setzt er sich zu Klaus auf den Rückspiegel. Na gut, don`t feed wild animals, wir haben altes Toastbrot zur Hand (warum????), der Schildrabe bekommt seine Bettelbelohnung.
Aber was macht der denn jetzt? Da kommt doch tatsächlich sein erwachsenes, schon sehr flügges Junges angekrächzt, bettelt Mama an, dass sie sich erbarmt, und tatsächlich, Mama macht die Hotelmama und würgt ihm sein Fresschen vor, das er sich sicher lange schon selbst suchen könnte. Nach einer Weile finden wir, dass der Kleine nun doch gross werden sollte, und fahren weiter.
Da wir erst bei Einfahrt in den Park reserviert haben, bleibt uns in Okaukuejo nur der “Notplatz” ohne Strom und richtigen Schatten. Mit langen Gesichtern sehen wir uns den unwirtlichen Platz an, dann fällt mir ein, dass am Office irgendwas von 50% reduction gestanden hat. Also wieder zurück, und siehe da, es gibt zwar kein freies Familienhäuschen mehr, aber b+b in zwei neben einander liegenden Doppelzimmern, die tatsächlich nur die Hälfte kosten (weil zu wenig Touristen im Anschluss an die WM gekommen sind, sollte das wohl ein Anreiz sein). Die Zimmer sind wirklich komfortabel und schön, schade, das keine individuelle Möglichkeit zur Selbstversorgung besteht. So gehen wir an beiden Abenden im Restaurant essen, bei fantastischem Service und sehr lekkerem Essen. Der Koch aus Namutoni sollte dort mal hospitieren!!
Und am allerletzten Tag, auf dem Weg aus dem Park heraus, noch ein besonderes Erlebnis: schon ein Weilchen lagen auffallend viele Elefantenköttel, viele abgerissene Zweige an der Seite, da mussten doch Elis sein!!!
Und kaum hatte ich’s gesagt, standen wir mittendrin, erst nur rechts, dann wechselten einige die Seite, bis wir in einer Herde von 30-40 friedlich “grasenden” Elafanten stehen, die keinerlei Anstalten machen, sich von uns stören zu lassen. Grosse und Kleine, Alte und Junge, alle sind damit beschäftigt, gemächlich zu fressen, ein Stückchen weiter zu gehen, der eine oder andere schaut auch mal näher zum Auto hin.
Wir vier sind ganz still, jeder mit schauen, staunen, die Nähe genießen, fotografieren, filmen beschäftigt, nur ganz leise verständigen wir uns. Welch ein Erlebnis!!
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Halali
12.7.2010 von Helga.
Nach einer Nacht wechseln wir nach Halali, fahren auf dem Weg dorthin verschiedene Wasserlöcher an, sehen die üblichen Verdächtigen, ausser Löwen. Und das Wasserloch in Halali, das mir letztes Jahr schon so gut gefallen hat, hat wieder seinen besonderen Reiz. Wir haben das Glück, den Stellplatz ganz in der Nähe zu bekommen, so dass die beiden jederzeit hinkönnen, um Ausschau zu halten.
Und ihre Ausdauer wird auch belohnt: Elefanten, streitende Nashörner, Hyänen, Antilopen verschiedenster Art, alle lassen sich blicken.
Nur auch hier wieder, leider kein einziger Löwe. Den beiden scheint es trotzdem zu gefallen, so sehr, dass sie wild entschlossen sind, die ganze Nacht am Wasserloch zu verbringen. Aber darüber und wie es ausging, sollen sie selber berichten.
Dann gab’s ja auch noch Fussball. Das Camprestaurant war drauf eingerichtet, hatte einen Riesenbildschirm organisiert, bei gekühlten Getränken und guter Stimmung sehen wir die erste Halbzeit von Holland gegen England.
Und auch in Halali gibt es Tiere, die von den Brocken der Touris leben. Sobald es dunkel wird, tauchen flinke Schatten auf, die beim Anleuchten schwarz-weiss sind: Honigdachse, die die Mülltonnen umwerfen und plündern. Wir machen uns einen Spass daraus, ihre Fährten zu verfolgen. Wenn man ihnen dabei aber zu nahe auf den Pelz rückt, werden sie ziemlich grantig und fauchen einen sehr erbost an. Das reguliert den Abstand…
Als wir am zweiten Tag, schon etwas müde vom vielen Spähen, kurz vorm Camp sind, versammeln sich in der Luft und am Boden viele Geier, dazu am Boden Schakale, die die Geier auf Abstand halten, weil sie nämlich das tote Zebra erstmal für sich beanspruchen.
Diese großen Vögel warten tatsächlich darauf, dass sie auch mal an den leckeren Riss kommen, den die Schakale “von hinten aufrollen”.
Ab und zu hopst ein Vogel näher, versucht mit gaaaanz langem Hals etwas zu ergattern, aber die Schakale verscheuchen ihn schnell, ebenso vorwitzige Artgenossen, die in der Hack-bzw. Fressordnung noch nicht an der Reihe sind. Leider geht es auf den Sonnenuntergang zu, wir müssen ins Camp. Dieses Schauspiel in allernächster Nähe mit zu erleben, hat uns alle sehr beeindruckt.
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Namutomi
11.7.2010 von Helga.
An den wilden Tieren vorbei, erreichen wir Namutoni, das weisse Fort, umgeben von einem Gewirr von leise klappernden Laufstegen. Jede 3. oder 4. Latte ist nämlich locker, und so bewegt man sich klappernd durch das Resort.
Die vielen Zebramangusten stört’s nicht, sie laufen auf oder unter den Stegen auf der Suche nach Genießbarem, von Touris verfolgt, die ihre Fotoapperate schwingen. Wir finden einen Stellplatz für die Nacht (auch für die folgenden Nächte in Halali und Okaukuejo können wir noch Plätze bekommen) und starten einen ersten Erkundungsgang zum Wasserloch. Aber oje, das ist ja eher was für Adleraugenleute, das Wasserloch seeeehr weit weg vom Beobachtungspunkt, und längere Zeit tut sich gar nichts, Lilith und Julian aber harren weiter tapfer aus.
Ich klappere zum Auto zurück, wir beschließen, im Innenhof des Fort essen zu gehen. Schade, dass die Qualität des Essens der stilvollen Athmosphäre des renovierten Forts so wenig gerecht wird. Der Koch scheint sich anatomisch nicht so wirklich auszukennen, weiß der Himmel, aus welchem Teil des Oryxes er die “Steaks” entnommen hat. Oder das arme Tier war Dauerläufer und ist an Überanstrengung gestorben?? Wir kämpfen uns tapfer durch und hoffen auf den nächsten Abend.
Danach nochmal zum Wasserloch, wieder nix, ich drehe schnell wieder ab Richtung Camp. Und dann, wieso haben die denn zwei Hunde dabei, die dürfen doch gar nicht in den Park!?! Bei genauerem Hinsehen sind es zwei Schakale, die auf leisen Pfoten eine Gruppe Camper beim Grillen umrunden, immer in der Hoffnung auf Ungeschicklichkeiten der Esser. Die scheinen von ihren heimlichen Gästen nichts mit zu kriegen. Als ich später mit Lilith vom Wasserloch zurückkomme, sind sie leider schon weg.
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Ankunft im Etoscha National Park
11.7.2010 von Lilith.
Wir kommen vom Norden in den Etoscha Nationalpark, noch stehen wir vorm Tor zur Wildnis. Nachdem Helga alles Schrifliche erledigt hat und wieder in den Wagen gestiegen ist, öffnet sich das Tor langsam. Wir fahren hinaus in die Wildnis.
Im Auto erzählt Helga, dass sie noch einmal vor den angriffslustigen Leoparden und Elefanten gewarnt worden ist. Aber die Leoparden und Elefanten sind nicht die einzigen Tiere, die gefährlich werden können, auch die Zeckenzebras und die Malariagnus sind sehr agressive Tiere.
Als wir schon 10 Minuten gefahren sind, stehen tausende Zeckenzebras am Straßenrand, warten darauf, uns das Blut aus den Adern zu saugen. Doch Klaus gibt Gas und rast an den Zeckenzebras vorbei. Wir fahren weiter.
Da sehen wir auf einmal eine Herde Malariagnus. Wir machen schnell alle Fenster zu, damit uns die Malariagnus nicht stechen können. Nachdem die Herde die Straße überquert hat, können wir zum Glück weiter fahren.
Kaum sind wir hundert Meter gefahren, begegnen wir einem Leoparden, der an der Straße sitzt. Er tut uns aber nichts und stellt sich hinter einem Busch in Pose.
Wäre der Leopard nicht gewesen, hätten wir auch nie den Elefanten gesehen, der gerade über die Strasse läuft.
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Am Kunene
11.7.2010 von admin.
Gefährliche Begegnung am Kunene
Nach 2 sehr ruhigen Tagen im Camp Aussicht war es an der Zeit, weiter zu ziehen. Ziel war es, noch näher an den Äquator zu kommen, bis zum Kunene, der als Grenzfluss Namibia und Angola trennt.
Bereits auf der Fahrt dahin hatten wir eine seltsame Begegnungen. Auf einem sehr belebten Parkplatz vor dem Supermarkt saß ein seltsames Huhn, dessen Augen gefährlich blitzten.
Und während wir unser Frühstück verzehrten, tauchen weitere dieser seltsamen Hühner auf.
Aber als wir uns wieder auf den Weg Richtung Kunene machten, hatten wir diese seltsamen Wesen auch schnell wieder vergessen.
Nach scheinbar endlosem Gerappel über Gravelroads sahen wir endlich in der Ferne das Wasser des Kunene blinken.

Aber vor der Ankunft gab es noch eine scheinbar endlose Gefällstrecke zu passieren.

Direkt am Ende des Gefälles lag dann auch das als Ziel auserkorene Hippo-Camp. Das Camp wurde seinem Namen leider nicht gerecht. Keine Hippos, keine Krokodile, aber Kühe mit riesigen, gefährlich aussehenden Hörnern.
Bereits am Mount Etjo hatte Julian eine erste Begegnung mit diesen gefährlichen Mörderkühen, die zum Glück glimpflich ausging. Hier am Kunene liefen diese Tiere völlig frei durch das Camp, in dem außer uns nur noch ein Lager mit Baumaterialien war. Aber wir waren müde und hungrig, so dass wir trotz der Mörderkühe unser Camp aufschlugen und nach einer ausgiebigen Grillmahlzeit auch schlafen gingen. Wir fühlten uns sicher, schließlich kamen die Hörner der Mörderkühe nicht bis in die Höhe unserer Dachzelte.
Es wurde eine unruhige Nacht. Erst dröhnte die Musik aus einem Lager von Bauarbeitern und später zerrissen seltsame Schreie die Nacht. Wie sich später herausstellte, waren es die Killerhühner, die uns gefolgt waren.
So waren wir sehr froh ,als der Morgen anbrach und wir den schrecklichen Ort verlassen konnten. Erst im Wegfahren entdeckten wir, was den letzten Campbesuchern vor uns wiederfahren war.
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Edelsteinsuche auf Camp Aussicht
11.7.2010 von Julian Mosbach.
Nach der enttäuschenden Elefantensuche am Aba Huab-Camp fuhren wir zu Marius Steiners Camp das a) eine (Halb-)Edelsteinmine hat, in der man selbst pickern darf; und b) sollte es dort auch Elefanten geben.
Als wir dort ankamen, stellten wir zunächst fest, das ALLES (von der Dusche über das Plumsklo bis hin zum Aussichtspunkt) handgemacht war! Außerdem lernten wir ein Tier kennen, von dem wir noch nie auch nur im entferntesten gehört hatten :

Den Bite-Waser, den man freundlicher weise sparen ([SPÄREN]= an einer Leine ausführen) sollte.
Als wir uns in die merkwürdigen Traditionen des Camps eingelebt hatten (das übrigens auch keine Elefanten zu bieten hatte), gingen wir, um den Rausch der Dimanten zu erleben!!! “Leider” wurden wir dabei von gewissen Flugtieren “gestört”:

Doch fanden wir trotzdem viele, viele, tolle (Halb-) Edelsteine, die wir hoffentlich auch nach Deutschland exportieren dürfen…

Alles-in-allem hatten wir jedenfalls dort viel Spaß, und das nicht nur, weil das Camp Aussicht seinen Namen zurecht trägt.
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ELEFANTENSUCHE
11.7.2010 von admin.
Nach den höchst spektakulären Eindrücken am Mount Etjo stand eine längere Fahrstrecke an. Über Kalkfeld und ganz, ganz viel Gravelroads nach Twyfelfontain. Dort als Erstes tanken. Nachdem die Warteschlange auf 4 Autos angewachsen war, kam auch der Tankwart. Als rund 120 Liter in das Auto reingelaufen waren, wurde der Tank für voll erklärt.
Auf dem Weg zur Twyfelfontainlodge dann ein Schreck, die Tankanzeige steht weiter auf Reserve. Hatte ich nicht kürzlich erst in einem Reisebericht von Tankstellen gelesen, wo zwar die Uhr der Zapfsäule läuft, aber kein Benzin in den Tank. Sofort suche ich nach der Tankquittung, bis mir einfällt: ES GAB GAB KEINE! Die Problemlösung, die wir dann finden, ist echt afrikanisch: erst mal abwarten und auf in die Lodge.
Salat war leider nicht im Angebot, aber dafür kaltes Bier, kalte Limo und Cola sowie Sandwiches mit Pommes. Was neben der tollen Aussicht das Wohbefinden nach der langen Rappelfahrt und dem Tankproblem deutlich steigert.
Weiterfahrt nach Aba Huab, wo sich Elefanten häufig zeigen sollen. Aber leider ist das Camp eher enttäuschend. Auf der etwas ruhigeren Strassenseite lagert eine grosse Gruppe Namibianer und Südafrikaner, die uns zur Begrüssung erklären, dass es bei ihnen abends etwas länger geht und sie auch nicht zu den ruhigen Campern gehören. Auf der anderen Strassenseite das Camp mit Plätzen für die Overlander und eine Bar. Wir entscheiden uns für die Seite mit Bar und Overlander und stellen fest, dass der einzige freie Platz, der schön und nicht von Abwassergeruch umweht ist, direkt gegenüber der Bar liegt.
Wir haben Glück. Es kommt nur noch ein kleiner Overlander an und die Leute animieren das Camppersonal zu einer Gesangsvorstellung, statt selber Krach zu machen. So wird es denn doch noch ein netter Abend. Leider merken wir den Trick mit dem Wechselgeld zu spät. Die Campmitarbeiter haben nämlich grundsätzlich kein Wechselgeld, so dass der Preis des Bieres zwar mit 15 N$ ok ist, aber da auf zwanzig nicht rausgegeben werden “kann”, ist der reelle Preis dann doch eher 20 N$ und damit teuer.
Da sich auch in der Nacht und am Morgen keine Elefanten zeigen, beschließen wir, weiter zu fahren, Richtung Norden Sesfontain. Da beweist das neue bei Ebay ersteigerte ReifendruckKontrollsystem seine Berechtigung: Tüüüt, tüüüt, tüüüt, low pressure hinten rechts.
Also ein Reifenwechsel.
Unterwegs dann erstes Mal tanken mit kaputter Tankanzeige in Palmwag. Anschließend leiste ich dem Tankwart in Twyfelfontain Abbitte. Es passen genau die ca.20 Liter der letzten 150 km rein.
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Das grosse Fressen
10.7.2010 von admin.
Am Mount Etjo waren wir zwei Tage, obwohl die Campsite selber nicht so wahnsinnig schön war. Zum einen hatte das mit der Notwendigkeit, Brot zu backen zu tun (und das geht im namibischen Winter nur zwischen 11.00 und 15.00 Uhr, weil es vorher und nacher kaum möglich ist, einen Hefeteig zum Gehen zu bringen), zum anderen damit, dass es in dieser Gegend Löwen gibt. Es sollte sogar möglich sein, dieses grosse Löwenrudel nachts bei Fressen zu beobachten. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
So sieht das aus, wenn Löwen Hunger haben. Natürlich frisst der Mann zuerst und das grösste Stück.
… aber natürlich wollen alle was haben, und das führt zu Rangeleien
Da hat dann auch jeder seine eigene Strategie. Zum Beispiel reinbeißen und festhalten ….
… oder auch mit “… sei doch nicht so!!!!!!!!”
Am Ende hat dann die Chefin das letzte Wort: “Schluss jetzt mit der Zankerei!!!”
Und, das Brot haben wir an nächsten Tag auch noch gebacken. Aber das war längst nicht so spektakulär. Ebenso wie die Bekannschaften, die wir am nächsten Tag machten.
… eher scheu und versteckt oder auch diese
ebenfalls eher vorsichtig, aber auch sehr interessiert.
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Mount Etjo
8.7.2010 von admin.
Auf dem Weg in den Norden, wo es wärmer sein sollte, kommen wir am Mount Etjo vorbei.
Eine Gelegenheit für Julian und Lilith, den ersten Gamedrive ohne großelterliche Begleitung zu machen.
So sehen sie Rhinos
Giraffen
(Wir wissen natürlich, das diess kein Spießbock, sondern ein ????? ist.
Wobei wir sicher sind, dass dieser Geselle ein Springbock ist
… und es gibt noch mehr als hundert weitere Fotos von Liliths und Julians Gamedrive am Mount Etjo.
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Spitzkoppe
8.7.2010 von admin.
Nach den vielen Katzen war es Zeit für etwas ruhigeres und stabileres. Also auf zu den Felsen der Spitzkoppe, die seit Jahrmillionen in den Himmel ragen.
Auch wir waren an dem millionenfach fotografierten Felstor!!!!
Aber wir fanden mehr: z.B. diese Riesenameise, der Opa Klaus heldenhaft den Kopf ins Maul hielt
Und ganz ohne Tiere geht es in Afrika nie
Dieser kleine Mitesser ließ sich von unserer Anwesenheit nur wenig stören.
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Nachtrag zu CATS
8.7.2010 von admin.
Wenn man sich dann etwas besser kennt, ist auch der direkte Körperkontakt nicht ausgeschlossen.
Und nochmal für alle Ungläubigen: Die Geparden auf den Fotos sind alle ausgewachsen und normal gross.
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CATS
1.7.2010 von admin.
Über den Wolken kann man bei einem Tagflug natürlich das eine oder andere Foto machen (Julian).

Müde und kaputt sind Helga, Julian und Lilith um 17.00Uhr am Sonntagabend (Namibia-Zeit) endlich angekommen.
Abendessen mit der Familie Trümper und den Jagdgästen und dann ins Dachzelt. In beiden Zelten wartet eine Heizdecke auf der Matratze. Was für eine Überraschung, was für ein Luxus (die Heizdecken sollen uns noch auf der weiteren Fahrt gute Dienste leisten).
Montag 29.6.2010
Helga und ich haben wohlig warm geschlafen. Die Kinder leider nicht. Trotz der Heizdecke haben sie gefroren. Weil in den Schlafsäcken das bisschen Wärme, was so eine Decke produziert, in dem Zelt verpufft, wenn es nicht von einer Decke zurückgehalten wird. Die haben die beiden aber immer wieder auf die Seite geschoben.
Aber wenn die Sonne erst mal da ist, wird es sehr schnell warm und die Kälte der Nacht ist vergessen.
Nach kurzem Einkauf in Windhoek geht es auf nach Düsternbrook. Im eigentlichen Camp haben sich bereits 2 Südafrikaner breit gemacht, was uns aber nicht stört, weil wir uns sowieso lieber direkt ans Rivier stellen.
Dann folgt das absolute Highlight: Cats unlimited!
Die folgenden Bilder haben Julian und Lilith beigesteuert

oder die Geparden

Wobei Lilith wert darauf legt, dass da kein Zoom im Spiel war, der war wirklich so nahe!
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bitte etwas Geduld!!!!!!!!
1.7.2010 von admin.
1. wie fast jeder weiß, hat Gott den Europäern die Uhr gegeben und den Afrikanern die Zeit. Hier ist es immer wieder schwierig, eine Internetverbindung zu kriegen. Und im Norden, wo wir wegen der Temperatur vorzugsweise sind, ist es in der Regel GRPS, und ich freue mich immer, wenn EDGE angezeigt wird. UMTS oder HSPA gibt es nur in Zentren wie Windhoek. Nun ratet mal: Wieviele solcher HSPA-Bereiche gibt es in Namibia????????
2. Jeder, der erstmals kommentiert, muss von mir freigegeben werden. Das macht Sinn, weil es schützt vor irgendwelchem Spam. Freigeben geht auch nur mit Internetverbindung!!!!!!
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Verspätet…
27.6.2010 von admin.
Helga, Lilith und Julian habe eine lange Nacht auf dem Frankfurter Flughafen verbracht. 11 Stunden Verspätung, die eigentlich schon seit Freitag absehbar waren. Das hätte man auch den Fluggästen vor der Anreise nach Frankfurt mitteilen können.
Ich habe die erste Nacht im Dachzelt verbracht und um 4.30 wurde es richtig kalt. Das hat mich für die nächsten Nächte von Uwes Vorschlag überzeugt, der ein bißchen dekadent ist, aber hervoragend funktionieren soll.
Um ca. 17.00 Uhr Windhoek-Zeit soll der Flieger hier eintruden!?!?!? Vorteil ist, dass Helga dann doch noch Etoscha von oben sehen kann. Wir werden aber heute Nacht auf der Airportfarm bleiben (mit Abendbrot) und erst morgen nach Duesternbrook weiterfahren.
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Jetz gehts los!
21.6.2010 von Julian Mosbach.
Nur noch eine Woche bis Namibia (falls ich die Zeugnisse überlebe)! Hier und da noch ein paar Vorbereitungen, und dann kann´s los gehen!
Is echt ein toller Blog hier!
Ich freu mich!
Julian MSB.
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Auto testen……
20.6.2010 von admin.
Heute will ich es wissen und fahre auf den 4×4 trail auf der Farm Elisenheim. Jeanette und der Robi von Asco haben gesagt, das sei machbar und ohne Probleme. Also vormittags Einkauf (alles, was nicht verdirbt, wie Reis, Nudeln, Mehl, Ketchup, etc.) diesmal im Maerua Shopping Center. Toller Laden, es gibt sogar eine Abteilung nur mit deutschen Produkten. Natürlich mit deftigen Preisaufschlägen. Aber sonst guter Laden mit großer Fleischabteilung.
Danach auf nach Elisenheim. Nach einem Stopp zum Blick auf die Karte mache ich den hoffentlich letzten kapitalen Fahrfehler: Straße frei, also einfädeln und los……. Leider auf der falschen Seite, was ich sofort merke, weil ich rechts überholt werde.
Dann auf Elisenheim für 170 N$ bekommt man eine Karte, den Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad 4-5 und die Telefonnummer des Farmers (nur für den unwahrscheinlichen Fall der Fälle). Dann noch der Anfang der Strecke gezeigt und mit den tröstlichenWorten “.. es ist noch keiner draussen geblieben…” geht’s los.

Von Ferne noch ganz harmlos…..

Dann stehe ich davor und frage mich: “geht das wirklich, traust Du Dich?????”
Adrenalin pur!

Geschafft!
Dazwischen gibt es aber auch wundervolle Aussichten auf Windhoek und das Khomas-Hochland.

Windhoek

Khomas Hochland
Dann aber gibt es immer wieder auch Adrenalin Nachschub ….

Bergab……

und unerwartete Begegnung…..

und wieder bergauf. 25 km lang.
Dann kommt die Stelle, da bin ich fest überzeugt, DAS GEHT NICHT!!! NIEMALS!!!!!!

Aber der Gedanke, den Farmer anzurufen, es nicht zu schaffen, treibt mich voran. Zentimeter für Zentimeter den Felsweg abgehen. Wo muss welches Rad hin? Wo ist der Winkel so, dass ich nicht hängenbleibe? Wo reicht die Bodenfreiheit nicht mehr? Kommt das Differential auch noch rüber?? Setzt der Reservereifen auf und zerdrückt den Zusatztank???
Und dann wage ich es doch!
Gut gegangen:

Huch? Wo ist die Pad??????

Für Eingeweihte: Darkraider hat dann doch mit dem fourbefour Superscanner weiter geholfen!
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Packen die Zweite
18.6.2010 von admin.
Der Landy ist verkauft und der neue Besitzer will ihn gleich mitnehmen. Also auf zur Airportfarm, Landy leer und das neue Auto voll räumen. Dabei zeigt sich, dass der Neue zwar größer aussieht, aber insbesondere hinten an Laderaum deutlich weniger zu bieten hat. Also habe ich einen 3/4 Tag mit platzsparendem Verstauen verbracht.
Nebenbefund: Auf der Strecke zeigt sich der Nissan vom Fahrgefühl sehr schwammig, besonders dann mit der Ladung. Das dürften die Stoßdämpfer vorne sein. Also auch wieder ein Besuch bei Asco, wo aber ohne großes Reden die Stoßdämpfer gewechselt werden. Und weil der Laderaum schon ohne das normale Gepäck fast 3/4 voll ist, danach nochmal heftiges Sortieren bei Kashima auf dem Hof, was MUSS mit und was kann auf der Airportfarm bleiben. Bücher und Landkarten für die weitere Planung, ein Teil des Werkzeuges (hoffentlich bereue ich das nicht) und mindest ein 25-ltr Wasserkanister werden ausortiert.
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Schneller als gedacht
16.6.2010 von admin.
Heute habe ich das neue Auto mit 2 Dachzelten übernommen.

Und dann gleich mit dem neuen Auto im Linksverkehr mit nur sehr unklaren Vorstellungen, wie ich in dem Gewirr unbekannter Straßen zurück zu Kashima kommen kann. Da fehlt doch dann meine innig geliebte Beifahrerin. Zum Glück gibt’s Uschi (wie das Navi heißt…) und dann gings auch immer nur linksrum, den kleinen einfachen Bogen. Trotzdem Adrenalin reichlich und ich war heil froh, als ich bei Kashima angekommen war.
Nach einer ersten Inspektion ohne den Verkäufer bei Kashima auf dem Hof bin ich zufrieden, auch wenn ich an der ein oder anderen Stelle deutliche Gebrauchsspuren, vor allem innen im Canopy, feststellen musste. Aber bisher habe ich nichts wirklich Gravierendes gefunden. Was ich allerdings nicht gefunden habe, ist der versprochende Wassertank.
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Ankunft in Windhoek
16.6.2010 von admin.
Der Flug war wie immer eher nervig. Trotz zweier Sitze für mich war an Schlaf nicht zu denken. Entweder war es die Armlehne, die mir ins Kreuz fiel, die drückte oder irgend eine Gurtschnalle.
Morgens um 5 Uhr bei völliger Finsternis zu landen, ist auch nicht besonders spektakulär.
Der richtige Schock kam erst beim Aussteigen. Es war eiskalt, ein eisiger Wind pfiff ins Gesicht. Und an diesem Vormittag wurde es auch nicht ein bißchen wärmer, weil kurz nach Sonnenaufgang der Himmel völlig zugezogen war.
Kashima B&B und Jeannette in Windhoek hatte ich gegen Mittag erreicht. Und nach einer heissen, sehr langen Dusche wurde mir auch wieder warm.
Dann 2 Stunden Schlaf nachholen und ins Zentrum von Windhoek. Erste Einkäufe waren das Ziel. Ergebnis: Erst mal falsche Richtung und bis nach Klein-Windhoek gelaufen. Zwar ein netter Spaziergang so zwischen lauter Häusern von hohen Mauern umgeben mit Stacheldrat und Strom gesichert. Ein Weißer, den ich nach dem Weg frage, reagiert erschreckt und zuckt ohne anzuhalten mit den Schultern. Ein schwarzer Arbeiter deutet immerhin auf ein mit Gerüst versehenes Hochhaus, das ziemlich weit weg in der Richtung lag, wo ich die Interpendence Avenue am wenigsten vermutet hätte. Also 3/4 Std. umsonst gelaufen. Aber er zeigte in die richtige Richtung. Leider reichte die Zeit dann nur noch zum schnellen Einkauf, etwas Brot, Wurst (Mortadella, schmeckte wie in Deutschland), Wiener Würstchen, und da es keine Orangenmarmelade gab, gibt’s nun Nutella und als Orangenmarmeladenersatz Raspberry-Marmelade.
Dann stand die Sonne schon so tief, dass ich mich schnell zurück zu Kashima bewegen musste. (Im Dunklen soll man nicht allein und zu Fuß in Windhoek unterwegs sein) Ganz glaube ich das zwar nicht, aber ich bin dann auch nicht der Held, der das unbedingt am ersten Abend austesten muss.
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Packen kann zur Plage werden……
11.6.2010 von admin.
Packen kann zur echten Herausforderung werden, wenn man vor dem Problem steht, mit 20 kg drei Monate zu überbrücken. 4 mal umgepackt, bis ich gemerkt hab, das der ach so große tolle “Motorradkoffer” leer schon mehr als fünf Kilo wiegt. Also wird es doch der Rucksack, der wahrscheinlich auch besser in das neue Auto reinzupressen ist.
Mogeln muss ich wahrscheinlich beim Handgepäck, weil ich mit dem 7 Kilo Limit für Foto, Film und Navigation nicht auskomme. Außerdem muss das Netbook auf jeden Fall mit, weil das die einzige Möglichkeit ist, mit der Welt in Deutschland, insbesondere diesem Blog, in Verbindung zu bleiben.
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9.6.2010 von Helga.
Nun ist es doch Plan A geworden (siehe Bild). Der Zeitrahmen ist fest, nach drei Wochen fliegen die Enkel zurück. Also werden wir die geplante Tour auf die Zeit verteilen, vll auch noch andere Ziele ansteuern, was weglassen, länger dort bleiben, wo es uns gefällt.
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erstmal der Reiseplan
8.6.2010 von Helga.
Abfahrt Göttingen Bahnhof— Ankunft Frankfurt Airport.
Nach dem Einchecken, ohne das lästige Gepäck, ausgiebig den Flughafen erkunden, Abendessen bei MacDonn, letzte SMS schicken, endlich ab in den Flieger. Nach mehr oder weniger schlafreicher Nacht lange Hälse am Fenster, erste Ausblicke auf den jetzt karg aussehenden Busch, vll auch die Etosha Pfanne. Landung Windhuk Airport bei hoffentlich strahlender Sonne. Klaus steht erwartungsvoll am Gate, nachdem wir den üblichen Einreisekram erledigt haben. Er führt uns zu unserer Neuerwerbung (HOFFENTLICH), das ist Plan A, oder zu unserem guten alten Landy, das ist Plan B, bestückt mit 2 Dachzelten und dem ganzen Campingkram, den wir in den nächsten drei Wochen brauchen werden. Da alles schon bereit ist, geht es gleich auf die Strasse nach Windhuk, durch Windhuk durch und auf der B1 Richtung Düsternbrook. Auf dem Weg dahin gibt es erste afrikanische Eindrücke, den einen oder anderen Pavian, auf der Farmpad nach Dü. gehts durch den Busch. Auf Düsternbrook schlagen wir unser Camp unten am Fluss auf, da sind wir ungestört und können die erste Nacht im afrikanischen Busch erleben bei hoffentlich gigantischem Sternenhimmel. Aber vorher erwartet uns die erste wirkliche Begegnung mit afrikanischen Tieren: wir machen die Geparden- und Leopardenfütterung auf einem offenen Safariauto. Wenn dann noch nicht die Augen müde sind, gehen/fahren wir das erste Mal, wieder im offenen Auto, eingehüllt in dicke Wolldecken, auf „Gamedrive“. Mit großem Glück sehen wir verschiedenes Wild, vll sogar Nashörner. Bevor wir unser Camp für die Nacht beziehen, gibt es ein Dreigangmenü mit den anderen Gästen in der Lapa, das ist ein strohgedecktes offenes Gebäude.
Nach üppigem Frühstücksbüfett am nächsten Morgen geht’s auf die Pad Richtung Spitzkoppe (196 km). Wandern, klettern, Aussicht genießen, erstmals braiien, Sternenhimmel…..
Über Uis und Sorris Sorris bis Twyfelfontein (232 km, bester frischer Obstsalat) mit Felszeichnungen (Tagesbesichtigung), dann im Camp Aba Huab nächtigen, Elefanten (hoffentlich ?!?)
Über Palmwag (96 km) zum Ongongocamp (86 km) mit warmem Wasserfall, vll sogar baden??
In Sesfontein (22 km) das alte Fort ankucken und Pommes essen unter Palmen.
Nach 100 km Camp Aussicht mit Dioptas Mine, wo man auch selbst suchen kann.
Über Opuwo, die „Hauptstadt“ vom Kaokoveld (70 km) weitere 140 km bis zu den Epupa Falls am Kunene
am Kunene entlang zu den Ruacanafällen (wenn sie denn fallen), Besichtigung des Staukraftwerks
durchs Ovamboland zur Tokofarm, Farmleben kennenlernen
Ombili Stiftung
Etosha Park
…....und damit fahren wir
Noch zwei Dachzelte drauf, unser Gepäck rein, und es kann los gehen.
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Nun wird alles anders …. ?
7.6.2010 von admin.
Nun ist es soweit: Adee Arbeit, morgens aufstehen, Termine, Pflichten……
Immer noch ist es ungewohnt keine Termine zu haben, dass sich Wochentage wie Wochenenden anfühlen.
3 Moante werden wir im südlichen Afrika unterwegs sein.
Die ersten 3Wochen mit unsern Enkel Julian und Litlith und dann bis ende September fast frei wie die Vögel, wo hin dass Auto uns bringt….
Vielleicht Victoriafälle??? oder Tsisikamma?, Richterveld, Swartbergpass? Lesoto?
Mal sehen.
Und wenn wir online gehen können werden wir hier berichten
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